Explorative Forschungsansätze in der Fusion

Explorative Forschungsansätze in der Fusion

Zuschüsse für explorative Forschungsansätze in der Fusion

Das Themenfeld “Explorative Forschungsansätze für die Fusion wird auf der Grundlage des Programms “Fusion 2040 – Forschung auf dem Weg zum Fusionskraftwerk sowie unter dem Dach der Hightech Agenda Deutschland und des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung gefördert. An den Grundlagen der technischen Umsetzung der Fusionsenergie wird bereits seit vielen Jahrzehnten geforscht. Fusionsreaktionen in einem Labor oder einem Kraftwerk in Gang zu setzen und zu kontrollieren, ist jedoch aufgrund der extremen Bedingungen der Reaktion enorm herausfordernd. Aufgrund der Abstoßung positiv geladener Atomkerne, die es zu überwinden gilt, können solche Reaktionen nur bei extremen Temperaturen und Drücken stattfinden. Eine Verschmelzung erreicht man daher nur mithilfe von extremen Magnetfeldern, Heizsystemen oder sehr starken Lasern.

Frist zur Einreichung: 31.10.2026

Quelle: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Ziel und Zweck der Förderung

Ziel der Förderung von Projekten zum Thema “Explorative Forschungsansätze in der Fusion ist es, schnell und zielführend die Voraussetzungen für den Bau eines ersten Fusionskraftwerks in Deutschland zu schaffen. Hierfür sollen technologieoffen Forschungsarbeiten sowohl im Bereich der Trägheitsfusion als auch des magnetischen Einschlusses gefördert werden. Die Herausforderungen auf dem Weg zu einem Fusionskraftwerk sind vielfältig. Die meisten der benötigten Komponenten, Technologien und Systeme existieren momentan – wenn überhaupt – nur in Form wissenschaftlicher Experimente und werden in den kommenden Jahren weiter erforscht, entwickelt und erprobt werden müssen. Zudem muss ein Übergang von einer reinen Grundlagenforschung hin zu einer anwendungs- und projektorientierten Forschung vollzogen werden. Hierfür braucht es ein Innovationsökosystem, in dem alle relevanten Akteure effizient zusammenarbeiten können.

Zweck der Förderung ist die Unterstützung von Forschungsarbeiten, die ein Funktionsprinzip oder neuartige wissenschaftlich-technologische Konzepte mit potenzieller Relevanz für einen künftigen Fusionsreaktor als Einzelvorhaben oder in kleinen, fokussierenden Verbünden demonstrieren. Die frühe Beteiligung von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft wird begrüßt.

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Gefördert werden besonders risikoreiche, vorwettbewerbliche Forschungsvorhaben im Bereich der Fusionsforschung am Rande der Grundlagenforschung. Um die Ziele der Förderung zu erreichen, ist es erforderlich, vorhandenes Know-how technologieoffen weiterzuentwickeln und für die spätere Anwendung zu qualifizieren. Dazu werden Forschungsvorhaben zu neuartigen Technologien und der Realisierung einzelner Technologien oder Komponenten bis hin zu einem validierten Nachweis der Funktionstüchtigkeit bzw. einer Labordemonstration gefördert. Mögliche Themen sind z.B.:

  • Konzepte zur Gewinnung von Tritium
  • Neue Konzepte zur Laserlichtlenkung
  • Neue Lösungen für die Erste Wand

Es können auch andere Themen bearbeitet werden, die einen Beitrag zu den Förderzielen leisten. Jedes Forschungsvorhaben muss sich jedoch aus einem eindeutigen Bezug zu den Zielen des Förderprogramms Fusionsforschung ableiten.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss

Die Höhe der Förderung beträgt für Unternehmen bis zu 70 % der zuwendungsfähigen Kosten. Die Gesamtzuwendung soll in der Regel 2 Mio. Euro nicht überschreiten. Sofern für die Zielerreichung notwendig sind auch Investitionen in eine projektspezifische Geräteausstattung mit bis zu 35 % der Fördersumme förderfähig.

Die Förderdauer beträgt im Regelfall circa zwei Jahre. Es ist geplant, pro Jahr circa zehn Projekte zu fördern.

Wichtige Förder-Tipps

Lassen Sie sich rechtzeitig über die Fördermittel und Zuschüsse für Ihr Vorhaben beraten. Sprechen Sie immer vor Projektbeginn mit einem unserer Förderexperten, damit Ihnen keine Förderchancen entgehen: Kontakt

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