KlimPro-Industrie

KlimPro-Industrie

Förderbereich: Energie und Umwelt

KlimPro-Industrie 1

Die Fördermaßnahme “Vermeidung von klimarelevanten Prozessemissionen in der Industrie – KlimPro-Industrie“ trägt zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050, der Hightech-Strategie 2025 und des Rahmenprogramms “Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3)“ der Bundesregierung bei. Ziel der Förderrichtlinie ist es, die deutsche Grundstoffindustrie zu befähigen, treibhausgasvermeidende Prozesse und Verfahrenskombinationen zu entwickeln und mittel- bis langfristig in die Praxis zu überführen.

Frist zur Einreichung:

Quelle: Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)


Ziel und Zweck der Förderung

Etwa 38 % der Industrieemissionen sind nicht auf die Nutzung von Energie, sondern direkt auf Produktionsprozesse in der Grundstoffindustrie zurückzuführen, beispielsweise bei der Eisen- und Stahlherstellung, bei der Kalk- und Zementherstellung oder auch in der Grundstoffchemie. Im Rahmen der Förderung “KlimPro-Industrie“ werden daher bevorzugt hoch innovative Themen unterstützt, die zur direkten Vermeidung von treibhauswirksamen Emissionen in der Industrie beitragen.


Welche Maßnahmen werden gefördert?

Gefördert werden Verbundprojekte zur Forschung und Entwicklung (FuE) von Technologien und Prozessen, die zur Vermeidung von klimarelevanten Prozessemissionen und damit zur Treibhausgasneutralität der deutschen Industrie beitragen. Forschungsprojekte, in denen CCU-Verfahren (Carbon Capture and Utilization) angewendet werden, können nur dann gefördert werden, wenn der überwiegende Teil der Treibhausgase durch CDA-Verfahren (Carbon Direct Avoidance) vermieden wird und die CCU-Aspekte lediglich eine untergeordnete Rolle spielen. Vorhaben zu CCS-Verfahren (Carbon Capture and Storage) sind nicht förderfähig.

Die Projekte sollten einen systemischen Ansatz bei der Betrachtung der neuen Technologien und Verfahrenskombinationen im Zentrum ihrer Entwicklung haben und größere Bereiche der betroffenen Wertschöpfungsketten betrachten. Deshalb sollen Projekte mit starker Wirtschaftsbeteiligung, idealerweise unter industrieller Federführung, gefördert werden. Für jedes Projekt sollen begleitende Lebenszyklusanalysen erfolgen, die eine Betrachtung der Treibhausgasemissionen der Prozesse sowie des damit assoziierten Energieaufwands und der damit einhergehenden Wirtschaftlichkeit erlauben.

Wirtschaftsbranchen mit hohen Treibhausgasemissionen wie beispielsweise die Eisen- und Stahlherstellung, die Mineralverarbeitende Industrie (Schwerpunkte: Zement, Kalk, Keramik, Glas), die Nichteisen-Metallindustrie (Schwerpunkte: Aluminium- und Kupferproduktion) sowie die Chemische Grundstoffindustrie stehen besonders im Fokus der Förderrichtlinie.


Die Förderung erfolgt als Zuschuss

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 50% der zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten.


Nach Oben