Kleinserien-Richtlinie: Innovative marktreife Klimaschutzprodukte

Kleinserien-Richtlinie: Innovative marktreife Klimaschutzprodukte

Förderbereich: Energie und Umwelt

Kleinserien-Richtlinie: Innovative marktreife Klimaschutzprodukte 1

Um die ambitionierten Ziele der Bundesregierung  im Klimaschutz zu erreichen, sollen mit der Richtlinie zur Förderung innovativer marktreifer Klimaschutzprodukte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kleinserien-Richtlinie) neue, innovative und klimaschonende Technologien am Markt etabliert werden. Zahlreiche solcher Technologien sind zwar schon bis zur Marktreife entwickelt, durchdringen den Markt aber noch nicht mit der gebotenen Dynamik.

Frist zur Einreichung:

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)


Ziel und Zweck der Förderung

Ziel der Förderung ist es, den Marktzugang der ausgewählten klimaschonenden Technologien zu verbessern, die spezifischen Produktionskosten zu senken, die Verbreitung der Technologien zu stärken und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Bei den Technologien handelt es sich z.B. um:

Um den Innovationsprozess zu beschleunigen, sollen mit der Förderung ökonomische Anreize geschaffen werden. Durch die geförderten Projekte sollen zusätzlich Treibhausgasemissionen in Höhe von bis zu 20.000 t CO2 pro Jahr vermieden werden.

Innovative Anlagen und Technologien sind solche, deren Stand der Technik über den in Deutschland marktgängigen Stand hinausgeht oder deren Einsatzfall (z.B. Kombination von Technologien, Anwendungsgebiet, Größenmaßstab) neuartig ist.


Welche Maßnahmen werden gefördert?

Mit der sogenannten Kleinserien-Richtlinie werden Investitionen in innovative marktreife Klimaschutzprodukte gefördert. Die Förderung bezieht sich auf Produkte, Anlagen bzw. Technologien in den folgenden vier Modulen:

Nicht zuwendungsfähig sind Ausgaben für Prototypen, gebrauchte Anlagen, Eigenbauanlagen, die Instandsetzung/-haltung bestehender Anlagen und laufende Ausgaben sowie Eigenleistungen.


Die Förderung erfolgt als Zuschuss

Die Höhe der Zuschüsse beträgt für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft i.d.R. bis zu 50% der zuwendungsfähigen Kosten.

Die Höhe der Zuschüsse beträgt je nach Modul:

  • Kleinstwasserkraftanlagen:

Für das erste Kilowatt 4.000 Euro, für jedes weitere 2.000 Euro, maximal jedoch 30 % der förderfähigen Kosten. Maßgeblich ist die elektrische Einspeiseleistung am Netzeinspeisepunkt.

  • Sauerstoffproduktion:

20 % der förderfähigen Kosten bei Anlagen mit einem Stromverbrauch von weniger als 0,5 kWh/Nm³ O2 und 30 % bei weniger als 0,3 kWh/Nm³ O2.

  • Wärmerückgewinnung:

250 Euro pro Gerät bzw. Einheit. Bei Gebäuden mit mehr als 20 Einheiten reduziert sich der Fördersatz auf 200 Euro pro Gerät bzw. Einheit. Bei der Installation eines Wärmerückgewinnungssystems für das gesamte im Gebäude anfallende Abwasser wird pro angeschlossener Einheit zusätzlich ein Förderbetrag von 300 Euro gewährt, sofern ein zweites Grauwasser-Leitungsnetz installiert werden muss, um die Installation der Wärmerückgewinnung zu ermöglichen. In allen Fällen gilt eine Begrenzung auf maximal 30 % der förderfähigen Kosten.

  • Bohrgeräte:

40 % der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 20.000 Euro pro Gerät.


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